Pflege im hohen Alter
Irgendwann kann der Punkt im Leben eines Rentners eintreten, an dem er nicht mehr für sich selbst sorgen kann. Normalerweise kümmert sich die Familie um die Großeltern, doch manchmal ist das aus beruflichen oder anderen privaten Gründen nicht möglich.
Um die Lebensqualität älterer Menschen zu erhalten, gibt es verschiedene Möglichkeiten der Pflege in den eigenen vier Wänden. Alternativ bieten die Altenheime einen Platz, an dem Senioren in Würde altern können. Wir stellen beide Varianten kurz vor.
Die häusliche Pflege
Ist der Betroffene noch soweit fit, dass er in seiner eigenen Wohnung bleiben kann, gibt es spezielle Pflegedienste, die sich – je nach Pflegestufe – mehrmals in der Woche um eine Person im hohen Alter kümmern. Es gibt in der Regel drei Pflegestufen, die davon abhängen, wie intensiv der Patient gepflegt werden muss und welche Leistungen die Kasse übernimmt. Die erste Stufe richtet sich an erhebliche Pflegebedürftige, die mindestens zweimal am Tag Hilfe bei der Grundpflege und mehrfach in der Woche Unterstützung im Haushalt benötigen. Die zweite Stufe bezieht sich auf schwer Pflegebedürftige, die ebenfalls dreimal am Tag in der Grundpflege und mehrfach in der Woche bei der hauswirtschaftlichen Versorgung unterstützt werden. Die dritte Pflegestufe richtet sich an Patienten, die rund um die Uhr versorgt werden müssen. Alternativ zur häuslichen Pflege gibt es noch das betreute Wohnen, Seniorenresidenzen, WGs für Demenzkranke und seniorengerechtes Wohnen.
Das Altenheim
Wenn Senioren in einem der Altenheime leben, müssen sie nicht immer pflegebedürftig sein. Sie dienen vor allem der Geselligkeit und der vorausschauenden Lebensplanung und nehmen die Angst vor dem Alleinsein. Wenn der Bewohner keine Verwandten mehr hat oder diese zu weit weg wohnen, kann man in einem Altenwohnheim, Altenheim oder Altenpflegeheim mit Würde altern. In Fall der beiden erstgenannten Varianten muss der Bewohner nur gering unterstützt werden, das selbstbestimmte Leben überwiegt. Anfallende Arbeiten wie das Säubern und Aufräumen der Zimmer sowie die Zubereitung von Mahlzeiten werden jedoch in Anspruch genommen. Abgesehen davon kann das Altenheim sowohl in ländlicheren Gebieten als auch mitten in der Stadt stehen – je nachdem, was die Senioren präferieren, kann der Wohnort ausgesucht werden. In Altenpflegeheimen steht hingegen die vollstationäre Langzeitpflege auf der Tagesordnung.
Für welche Variante man sich früher oder später entscheidet, hängt also von dem gesundheitlichen Zustand der betroffenen Person ab. Kann sie noch eigene Entscheidungen treffen und sich selber versorgen, kann die häusliche Pflege in Anspruch genommen werden. Andernfalls muss über den Aufenthalt in einem der Altenheime nachgedacht werden.